Wir bieten Top-Fame. Fragt uns nach Flächen.
31. 07. 2010, 23:03 Uhr      
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Graffiti Berlin Marienfelde - Line-Tags
Sind Line-Tags Fame?

Graffiti-Spruch, Foto: twibi, pixelio Heutige Tags - meist als Line-Tags gesprüht oder gemarkert - erinnern einen immer an berühmete Maler wie Rubens, Rembrandt oder Van Gogh, die durch die Lande ziehen und überall nicht vorhandene Werke signieren. Denn, wo sind die Werke, Freunde? Schnelle Line-Tags selbst sind nur die Signatur - und nichts, was irgendwelche Ansprüche auf Fame begründet.

Klar kommt "Graffiti" von Schreiben, aber damals machte das immer noch Sinn. Da wurden Sprüche bei der Christenverfolgung geschrieben, Parolen gegen Besatzungsmächte bei Kriegen, Proteste gegen die Verletzung von Menschenrechten, also stets eine Botschaft. Und der Kick war nicht, wegen Tags (also wegen Sachbeschädigung) erwischt zu werden, sondern, weil man verfolgter Christ war, Unterdrückter einer Minderheit oder aus solchen echten Motiven.

Line-Tags allein, nur für sich, sind also nicht Fame-würdig. Die Botschaft fehlt, das Werk, das ehrbare Motiv, das Ruhm und Ehre einbringt. Wenn ihr euch als Unterdrückte fühlt, dann macht's doch wie wir: Gründet eine Initiative und kämpft für eure Ziele - das geht mit Briefpapier weit besser als mit Graffiti.

Und selbst, wenn man wirklich Kunst macht, hat man nicht sofort Anspruch auf Fame. Picasso wurde wegen seiner Friedenstaube, einem Bombing einer Nacht überall in einem Dorf, lange Zeit gesucht und gehetzt. Hundertwasser hat in Frankfurt/Main die Fassade rund um seine Fenster bemalt - und die Arbeiten wurden, obwohl er schon in der Szene bekannt war, wieder entfernt.

Das zeigt, Ruhm und Ehre bekommt man nicht im kleinen Kreis Gleichgesinnter. Sondern erst, wenn Graffiti der Allgemeinheit (wieder) eine Botschaft vermittelt. Oder wenn beim Graffiti die Kunst wieder entdeckt wird. Und dann sollte das auch nicht an den falschen Orten auf den falschen Flächen sein (siehe Trash-Gallery).

Zusammengefasst heißt das: Line-Tags allein taugen in den meisten Fällen nicht annähernd für Fame. Vom Einfallsreichtum sind da sogar manche Klo-Schmierereien die bessere Wandbemalung. Oder Liebessprüche auf einem Kiosk, siehe oben.




Graffiti Berlin Marienfelde - rechte Spalte
FAME DES MONATS   top Bärenstarkes an einigen Garagen
Bärenstarkes Graffiti an der Intzestraße, Foto: Juhnke



TRASH DES MONATS  top Bei so üblem Crossing fahndet das LKA.
Crossing, Foto: Juhnke



BESTER BURNER :-))  top Bisher von Artoholix an der Berliner Bank
Geld-Motiv an der Berliner Bank, Foto: Juhnke



Schrift: Für Marienfelder only