So, das war´s nun also. Die Steinwald-Grundschule schließt für immer ihre Pforten und die Kinder, Lehrer und Eltern machten sich zu Fuß, von Trommeln begleitet, auf zum neuen Standort.
Es war ein bewegender Abschiedsmarsch, der von den Lehrern zwar fröhlich gestaltet wurde, nach dem Motto: "In jedem Abschied steckt ein Neuanfang", aber vor allem die Erwachsenen kämpften mit so mancher Träne.
Schade nur, dass die Verantwortlichen vom Schulamt, die den Eltern so häufig das Leben schwer gemacht haben, nicht da waren! Überhaupt hat man die Worte "Es tut uns Leid" noch nicht zu hören bekommen. Im Gegenteil: In Schulausschusssitzungen macht man sich regelmäßig lustig über die Betroffenen und fühlt sich genervt von den "Steinwald-Eltern", die natürlich nicht aufgehört haben, sich für die Kinder einzusetzen. Man wird verhöhnt, wenn man nach einem Schulbus fragt oder Zuschüsse für´s Fahrgeld beantragen möchte. Wenn man einen Antrag auf die Anschaffung von Zweitinstrumenten für die Bläserklassen stellt, damit die Kinder die Instrumente nicht immer im Bus oder zu Fuß hin und her tragen müssen, ist der Antrag entweder abhanden gekommen oder entspricht nicht der Form.
Tja, so hat sich für die Damen und Herren im Schulausschuss eben nichts verändert und so werden wir weiterhin verHAPELt und verGAPPt.
Es ist wahrlich eine Schande, dass diese Schule schließen wird. Ich war selbst Schüler hier und habe die Zeit sehr genossen. Auch hat man hier als Schüler Bildungsgrundlagen gelehrt bekommen, die mir zumindest bis in die Mittelstufe nützlich und hilfreich waren.
Das Lehrpersonal war stets kompetent, nett, freundlich und erfolgreich im Vermitteln von moralischen Kompetenzen und Werten.
Auch ich hätte mein Kind vielleicht später gerne an diese Schule geschickt, so positiv habe ich sie in Erinnerung. Eine Schulzusammenlegung wird sehr viele Herausforderungen und Schwierigkeiten für die Schulkinder mit sich bringen. Die Klassenfrequenzen können zu hoch sein, so dass die individuelle Betreuung verloren geht.
Freundschaftsbünde werden möglicherweise verfrüht entzweit, weil zu Recht nicht alle Eltern ihre Kinder auf die Zwangsalternative schicken wollen.
Ein fähiges, eingespieltes etabliertes Kollegium geht vielleicht teils verloren. Ist denn überhautp Platz für die Steinwald-Lehrer an der neuen Schule? Oder muss das breits vorhandene Personal mit der Belastung zurecht kommen?
Was passiert mit den Sonderschulklassen? Wo werden diese jetzt unterrichtet?
Was passiert mit dem Schulgelände bleibt es ungenutzt? Was passiert mit dem hervorragenden Verkehrsübungsplatz, die wenigsten Schulen können sich mit so etwas brüsten.
Was passiert mit dem Pausenhof und der Turnhalle?
Was passiert mit denjenigen, die mit der Steinwald Schule Positives und ihre Kindheit verbinden?
Warum muss gerade diese Schule schließen, wo doch gerade hier so ein enormes Potenzial vorliegt? Dann sind die Klassenfrequenzen eben geringer, so erhalten die einzelnen Schüler eine mögliche qualitatve und quantive Betreuung, die nicht zu verachten ist.
Die geplante und nunmehr scheinbar unabwendbare Schließung meiner ehemaligen Grundschule stimmt mich zutiefst traurig, da ich genau weiss, was für eine Bereicherung sie für das Berliner Grundschulwesen war. Für mich die erste Wahl, was eine Grundschule in Tempelhof betrifft. Schade.
Sehr geehrter Herr Juhnke und Team,
da ich gebuertige Berlinerin bin und in Marienfelde gross geworden, hat mich diese Entwicklung in Marienfelde sehr bewegt. Ich erfuhr durch meine Schwester von dem Dilemma. Es hat mich schon immer gestoert, dass es so wenig Einkaufsmoeglichkeiten in Marienfelde gibt, obwohl die Einwohnerzahl zu genommen hat. Man sollte sich Ideen aus Lichtenrade holen, da die Bahnhofstrasse ideal zum Einkaufen ist, dort gibt es wenigstens Reichelt. Man sollte einen schoenen Supermarkt mit Bio Produkten haben, eine Auswahl in jedem Fall. Wichtig ist auch fuer Senioren und jungen Familien das Freizeitgelaende. Es ist sehr wichtig die Bevoelkerung zu mobilisieren. Ich lebe seit vielen Jahren in Kanada, habe aber sehr viel Interesse am Leben in Berlin, bin haeufig drueben. Wir haben aehnliche Situationen hier. Ich wuensche Ihnen allen viel Ausdauer und nicht aufgeben, es lohnt sich.
Mit lieben Gruessen aus Vancouver Ihre Sigrun Roennebeck
Einkaufs-Struktur und Idyllzerstörung in Marienfelde
Ich bin Hausfrau und wohne mit meinem Mann und 2 Kindern seit
Juli 2006 in Marienfelde. Ich möchte meiner Meinung einmal Luft machen und
bedanke mich im Voraus für Ihre Zeit, die Sie sich hierfür nehmen.
Wir hatten uns so über die guten Einkaufsmöglichkeiten in der schönen Gegend
gefreut. Schon beim Einzug fiel uns der fehlende
Edeka-Markt auf, den ich gern besuchte nach dem Minigolf mit den Kindern.
Es war ein sehr schöner Laden. Unbegreiflich, warum der schloss. Und dieser
schöne Minigolf-Platz, so liebevoll angelegt mit Teich u.a., eine richtige
Naherholung, der soll auch weg? Und jetzt nahmen sie mir noch den Plus Ecke
Kaiserstraße weg!
Bald haben wir nur noch ein Auto, das wir uns dann gut aufteilen müssen.
Mir fehlt die fußläufige Einkaufsmöglichkeit sehr. Selbst Kaiser´s
Hranitzkystraße ist mir zu weit, der in der Malteser soll geschlossen werden
und Norma finde ich gräßlich. Der Laden vermittelt: Kauf oder hau ab. Lieblos.
Schlecht. Nicht einmal fettarme Milch. Baut man
nur noch auf dieses Publikum? Soll Marienfelde im Sumpf versinken? Sollen
Gutverdienende und Rentner wegziehen, weil das Umfeld es vergrätzt? Erwägt
man deshalb keinen Vollsortimentsladen wie Reichelt oder Rewe in unserer
Gegend? Und dann noch der nicht gerade einladende Russische Handel. Hätte man
auch netter gestalten können. Warum bekamen eigentlich Kaufland für die Südmeile (obwohl ich dieses Geschäft nicht
kenne)und Rewe für das Gelände des alten Bauhauses die Absage ?
Wir wurden veräppelt, als wir hierherzogen und unsere Jüngste umschulen
wollten. Ich hatte schon fast die Anmeldung an der Steinwald-Grundschule für
die 3.Klasse unterschrieben, als eine Mutter mir auf Anfrage wie die Schule sei
sagte, daß diese geschlossen wird. Im Sekretariat durfte man angebl. nichts
sagen. Erst ein Anruf bei der Behörde gab Gewissheit, zumindest daß man die
ersten Klassen nicht mehr füllt. Das reichte mir ja schon. Konkreter brauchte
man da nicht werden. Aber diese Heimlichtuerei ist schon mehr als dreist. Und
das kommt von "oben". Da hätte man meinem Kind eine evtl. baldige
nochmalige Umschulung zugemutet mit allen evtl. Folgen ??? Rücksichtslos!
Und genauso rücksichtslos ist die Politik auch bei der Versorgungsfrage. Da
möchte ich auch nicht einfach zusehen. Und da wundert man sich über
rückläufige Wahlbeteiligung. Wen wundert es noch? Man fühlt sich allein
gelassen. Man ist egal. Es wird über die Köpfe entschieden, und was noch
schlimmer ist, es wird schlecht entschieden ohne auf die Folgen für die Bürger zu achten.
Sehen denn alle Verantwortlichen nur ihre guten Pensionen? Wir leben hier und
jetzt und können unser Umfeld formen. Ich kann nicht zusehen, wie alles
kaputtgeht.
Wir wohnen ca. auf Höhe des Hanielwegs/Domagkstraße.
Ist das alte Bauhaus-Gelände am Nahmitzer Damm nicht groß genug für
einen Supermarkt? Da halten Busse, S-Bahn nicht weit, da könnte doch sogar
ein kleines Kaufhaus á la S-Bahn Zehlendorf entstehen. Das wäre doch auch
für die Eisdielen und Lokale vorteilhaft und Parkplätze wie bei Kaufland auf dem
Dach. Warum wurde das angebl. abgelehnt?
Und der alte Edeka Ecke Heilandsweide kann doch von einem Rewe
übernommen werden, die sind doch auch nicht größer.
Der Minigolf-Platz im Hanielweg ist weit bekannt. Wir waren Zehlendorfer
und zuletzt im Bezirk Lichterfelde seßhaft und wir und Bekannte haben oft den
Platz besucht und auch unsere Kindergeburtstage dort verbracht. Es ist der
einzige derart gepflegte Platz, den ich kenne und wo man danach noch nett auf
der überdachten Terrasse sitzen kann und etwas trinken oder ein Eis essen
kann. Und wo man auch noch fachsimpeln kann über Minigolf, weil echte Profis
auf der Bahn verkehren. Das spornt die Kinder auch an und vermittelt ihnen
nicht nur einen Freizeitspaß, sondern eine echte Sportart zu betreiben. Das
brauchen die Kinder !!! Bei der Wohnungswahl stach uns die Nähe sofort ins
Auge, wenn es auch kein Hauptkriterium war. Aber der Platz hat Stil und die
Kinder lieben ihn auch. Minigolf vermittelt Konzentration, Ruhe, Gelassenheit
und Ausdauer. Und wenn man dann noch auf den nett angelegten Teich sieht
und die tolle Bepflanzung, tankt man gleich noch viel Natur mit auf. Das ist
erhaltenswert!!!!!
Die Konzerne sind in der Pflicht! Und einen ALDI Marienfelder Allee, Ecke
Hanielweg zu bauen, halte ich für eine Schnapsidee. Der Hanielweg ist sehr
eng. In der MArienfelder Allee stehen denkmalgeschützte Bauwerke. Sehr
schöne Häuser. ALDI ist ein Schandfleck und paßt nicht ins Bild. Es gibt schon
zwei ALDIS, die ich kenne, in der Nähe und ein Discounter hat längst nicht das
Sortiment, daß sich die Anwohner wünschen. Man muß auch mal Markenartikel
kaufen können. Nicht nur ich lege Wert auf bestimmte Markenartikel. In dem
alten Bauhaus könnte man den ALDI doch gut "verstecken" und man bräuchte
nicht mal etwas "plattmachen", das Gebäude steht leer! Und wenn man in z.B.
einem Minikaufhaus auch noch andere Geschäfte integriert, ist Marienfelde
vielleicht noch attraktiver. Die jetzige Kreuzung lädt ansonsten nicht gerade
ein.
Warum denkt man eigentlich immer an Parkplätze in erster Linie? Ich denke,
die Umwelt soll entlastet werden. Nur noch schadstoffarme Autos, bald noch
niedrigere Werte, die kaum noch einzuhalten sind...da ist doch eine Politik
angebracht, die das Einkaufen ohne Auto forciert. Und im Nahmitzer Damm
halten einige Busse. Wenn
Umweltpolitik, dann richtig! Die unnötig, immer leeren Parkplätze vor dem
PLUS und Penny in der Malteser Straße Höhe Friedrichsroher sind doch
lächerlich. Klar, ist das Sache des Investors, aber nicht auch die der Politik?
Wenn wir weniger Autos wollen, dann mehr Parkplätze? Das paßt doch nicht!
Fußläufig erreichbare, gut sortierte Läden, keine Discounter mitten in Wohngebieten, das ist das was
die Stadt braucht. Dann läßt auch der eine und andere mehr sein Auto stehen
und entlastet die Umwelt. So aber, was hier gerade passiert, soll noch weiter
und noch mehr verpestet werden. ALDI ist nicht das, was wir hier brauchen.
Und mir fehlt noch jegliche Meinung der Bewohner des Seniorenfreizeitheims...sind diese
glücklich über deren Umpflanzung? Kann das alles gut sein?