Die inoffiziellen Kiez-Seiten von Berlin-Marienfelde
Navigation Marienfelde
Alle Informationen nach bestem erreichbaren Kenntnisstand,
jedoch ohne Gewähr.




Man muss das Unmögliche versuchen um das Mögliche zu erreichen.
 Hermann Hesse



Berlin Marienfelde - Unser schöner Kiez Freizeitpark Marienfelde, Foto: Juhnke
Ein Referat von Corinna Dennig, Marienfelde, das sie 2008 mit knapp 10 Jahren hielt.

Am südlichen Stadtrand liegt der hügelige Freizeitpark Marienfelde. Er wurde auf einer ehemaligen Müllkippe errichtet.

Die höchste Erhebung im Park misst 75 Meter. Seit es den Müllberg gibt, ist er aber um ca. 8m zusammengesackt. Von hier bietet sich ein Ausblick über die Stadtlandschaft Berlins und das flache Land des Kreises Teltow- Fläming. Im Schatten dieses Müllbergs hat sich ein Rest landwirdschaftlicher Nutzfläche in der Großstadt Berlin erhalten können, die Marienfelder Feldflur. Der Freizeitpark liegt im Südosten des Ortsteiles Berlin-Marienfelde. Im Süden befand sich einmal das ehemalige Klärwerk Marienfelde zwischen Park und Feldern. Am Fuß des Berges befinden sich Einrichtungen des Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene. WaBoLu: Forschungsinstitut für Umwelthygiene. Z.B. Trinkwassertests, Tests der Seen und Flüsse, Tests unserer Luft... An den Freizeitpark grenzt im Norden gleich hinter dem Parkplatz Diedersdorfer Weg ein toller Skater-Park mit vielen Rampen und einer Halfpipe.

GESCHICHTE

Die Mülldeponie wurde von 1950 bis 1981 betrieben. Etwa 4 Mio. m3 Hausmüll hat die BSR hier abgelagert. Aus Mülldeponien entweicht auch noch Jahre nach der Schließung Methangas, das mit Erdgas weitgehend identisch ist. Bei der Umgestaltung zum Freizeitpark wurde eine Anlage zur Abführung des Methans gebaut. Das aufgefangene Methan wurde in der benachbarten Schokoladenfabrik Stollwerk bis 1995 zur Erzeugung von Wärme eingesetzt.
DIE AUTORIN Corinna Dennig, Foto: Dennig Corinna Dennig, zum Zeitpunkt des Referats knapp 10 Jahre jung.

Im Februar 2001 kam es im Parkgelände zu einer Verpuffung von Methan. Aus Sicherheitsgründen wurde der Park sofort geschlossen. Die Arbeiten an der Auffanganlage für das Methan dauerte über 4 Jahre. Erst am 8. September 2005 wurde der Freizeitpark wieder eröffnet. Es unterbleibt die Nutzung des Methans, es wird nun abgefackelt. Einen Grund dafür haben wir zunächst nicht gefunden, warum es nicht mehr genutzt wird. Aber es lohnt sich nicht mehr, weil immer weniger Methan austritt.

Bei dem Umbau hatte man unter der Erde Kanäle und Leitungen legen müssen für das Gas, wobei man versehentlich den Anglersee sozusagen anbohrte und heute leider nur noch eine kleine Pfütze davon übrig geblieben ist. Man nennt es "Das Tal des Todes". Weil der Park über 4 Jahre gesperrt war, konnte jedes Tier ungestört sein und jede Pflanze ungestört wachsen. Der Park ist ein Naturschutzgebiet, deshalb darf man dort nicht radfahren und auch nicht Hunde ohne Leine laufen lassen. Es brüten viele seltene Vögel auf dem Boden, die durch Hunde oder auch unvorsichtige Menschen gefährdet werden. Letztens hat man sogar eine Haubenlärche entdeckt, die hier noch nicht zu sehen war und eine seltene Krötenart, die Knoblauchkröte. Manche kleine Seen sind ganz oder nur Teilweise mit einem Zaun eingezäunt, damit die Tiere am Ufer nicht gestört werden.

Es gibt ein Bienenhotel und ein Insektenhotel, was der Natur-Ranger und Kinder zusammen gebaut haben. Ein Natur-Ranger kümmert sich um den Park und den Naturschutz. Unser Ranger heißt Björn Lindner. Mit seinen Hilfskräften baut er aus Ästen Unterschlupf für Kleintiere und passt auf, dass alle Bäume und Pflanzen sich gut entwickeln können. Er hat auch angefangen auf einem kleinen Gelände am Diedersdorfer Weg, kurz hinter dem Parkplatz, ein "Grünes Klassenzimmer" zu bauen. Ganz vorn steht ein großes Zelt aus Hölzern und Ästen. Weiter hinten ist noch ein Teich, wo am Ufer ein kleines Häuschen gebaut wird, wo wir Kinder dann unser "Grünes Klassenzimmer" bekommen.

Im Freizeitpark gibt es Hasen, Vögel, Frösche und Kröten, Schlangen und noch viele andere Tiere und auch Wildschweine, deshalb sollte man nicht durch die Tunnel aus Dickicht kriechen, weil es im Frühling, wenn es Jungtiere gibt, gefährlich sein könnte. Wir haben auch wieder einen Rehbock. Der letze wurde leider vor kurzem von einem Hund totgebissen, der nicht angeleint war.

Im ganzen Park gibt es Gehwege, wo man schön spazieren gehen kann. Zwischen dem Freizeitpark und dem Gutspark Marienfelde gibt es einen uralten Verbindungsweg. Da sind früher die Menschen von Marienfelde nach Lichtenrade gelaufen. Diese alten Steine will der Ranger vielleicht einmal freilegen, damit alle den Weg richtig sehen können. Im Freizeitpark, der jetzt ein Natur-Erlebnispark wird, werden regelmäßig Führungen gemacht vom Ranger und von Vogelexperten, die nennt man Ornithologen.




Berlin Marienfelde - Schönes Marienfelde rechts
Wappen von Marienfelde, Historisches Archiv Historisches Wappen von Marienfelde


Interessante Links
von Marienfelde:

Die Kapelle
von Bruno Möhring


Der Freizeitpark

Das Semperlux-Leuchten-Museum

Privates Museum für Tierkunde Berlin (PMTB)

 Die Heilandsweide

 Der Minigolfplatz

 Die Teddy-Oma



Absolut Lesenswertes:
Buchtitel, H.-W. Fabarius
Marienfelde vom Dorf zum Stadtteil Berlins, von H.-W. Fabarius, erhältlich im ev. Pfarrhaus Nähe Dorfkirche oder bei Bauer Lehmann.