Man muss das Unmögliche versuchen um
das Mögliche zu erreichen. Hermann Hesse
Berlin Marienfelde - Die Kapelle von Bruno Möhring
Schönes Marienfelde:
Die
Friedhofs-
Kapelle
von
Bruno
Möhring
Die Kapelle
Die Friedhofskapelle von 1926 auf dem Kirchhof Marienfelde ist das letzte Werk von Bruno Möhring, der zu den bedeutendsten Architekten des Jugendstils in Deutschland zählt.
Die Scheiben der Eingangsfront und die übrigen Fenster wurden im zweiten Weltkrieg zerstört. Die neuen Fenster entsprechen daher nicht mehr ganz dem Original. Aber sonst ist diese Kapelle ein Zeugnis für neue Bauformen in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts und ein sehenswertes Spätwerk Bruno Möhrings, der in Berlin-Marienfelde gelebt hat und nach dem hier auch eine Straße benannt ist.
Über Bruno Möhring
Möhring war ein bedeutender Architekt, Stadtplaner und Designer seiner Zeit - geboren 1863 in Königsberg, gestorben 1929 in Berlin. Seine wichtigsten Werke sind meist bereits einige Jahrzehnte früher als die Friedhofskapelle in Marienfelde entstanden. Als Beispiele sind in Berlin noch die imposanten Bauten mit säulenartigen Fronten am Platz der Luftbrücke erhalten, das Rathaus Nikolassee oder auch die Villa des Benz-Direktors Karl Schippert. Leider wurden viele Brücken in den Kriegen zerstört und lassen nach vereinfachtem Wiederaufbau meist nur noch an Details die Architektur Bruno Möhrings erahnen - so zum Beispiel die Elbebrücke in Schönebeck oder die Moselbrücke zwischen Traben und Trarbach.
Bruno Möhring war auch an Umgestaltungen der Marienfelder Dorfkirche beteiligt, die aber später zum Teil wieder zurück genommen wurden. 1904 entstand das eigene Wohnhaus in Berlin-Marienfelde, in der heutigen Bruno-Möhring-Straße Nummer 14a.
Absolut Lesenswertes:
Marienfelde vom Dorf zum Stadtteil Berlins, von H.-W. Fabarius, erhältlich im ev. Pfarrhaus Nähe Dorfkirche oder bei Bauer Lehmann.