Man muss das Unmögliche versuchen um
das Mögliche zu erreichen. Hermann Hesse
Berlin Marienfelde - Einer der schönsten Ortsteile Berlins
Schönes Marienfelde
Ein Ort zum Wohnen, Arbeiten und Erholen
Berlin-Marienfelde ist ein Ortsteil im Südwesten des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg von Berlin. Etwa 30.000 Menschen leben hier, ca. 10 % der Bevölkerung des Bezirks.
Mit niedrigen Gemeindesteuern kann hier nicht mehr gelockt werde, denn seit 1920 gehört Marienfelde zu Berlin. Und die Bahnverbindung ist nun die S 2 von Blankenfelde nach Bernau. Marienfelde hat sich in Entwicklungsschüben vom Dorf zum großstädtischen Stadtrand entwickelt. Die Wohngebiete umfassen alle Varianten einer Großstadt: vom Hochhaus mit 20 Stockwerken bis zur Villenkolonie.
Der historische Dorfkern hat sich bis heute erhalten können. Durch weitgehende Verkehrsberuhigung bietet er die Möglichkeit zur Erholung. Am Rande der Großstadt hat sich hier ein märkisches Dorf erhalten. Der Dorfanger wird von der um 1220 erbauten Dorfkirche dominiert. Diese ist das älteste, weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhaltene Bauwerk Berlins und eine der älteren Feldsteinkirchen der Mittelmark. Ebenso sehenswert, wenn mit runden 80 Jahren auch bedeutend jünger, ist die Kapelle auf dem Kirchhof Marienfelde, der auch einen Spaziergang verdient.
Der Dorfanger geht unmittelbarer in den Gutspark, eine beliebte Erholungsfläche, am ehemaligen Rittergut Marienfelde über. Dieses Gut hat eine bewegte Geschichte und wird heute vom Bundesinstitut für Risikobewertung genutzt.
Im Westen des Ortsteils befindet sich das Kloster zum Guten Hirten, das von 1905 bis 1968 als Besserungsanstalt für Frauen und Mädchen betrieben wurde. Heute sind hier soziale Einrichtungen untergebracht. Die Klosterkirche wird von der katholischen Gemeinde weiter genutzt.
Marienfelde ist auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Vom großen Industriebetrieb bis zum Tante Emma Laden ist hier alles vertreten. Dort ist im Norden das Motorenwerk von Daimler-Chrysler mit über 3.000 Mitarbeitern. Rund um die Motzener Straße hat sich eine Vielzahl von Industrie- und Gewerbebetrieben angesiedelt. Auch Behörden haben hier ihren Platz gefunden. Vor allem Dienststellen des Bundesamtes für Risikobewertung finden sich hier.
Trotz teilweise dichter Wohnbebauung bietet Marienfelde auch viel Grün. Im Norden des alten Ortskerns laden Park- und Sportanlagen zum Verweilen. Im Süden hat die Berliner Stadtreinigung die Marienfelder Alpen hinterlassen. Diese ehmalige Müllhalde bietet heute Erholungsmöglichkeiten und wird in den Stadtplänen als "Freizeitpark Marienfelde" bezeichnet. Schließlich bietet dann noch das ehemalige Grenzgebiet jede Menge Landschaft.
Zwar ist Marienfelde nicht sehr reich an Sportanlagen. Aber einige interessante Anlagen stehen jung und alt hier zur Verfügung:
Die Sportanlage des 1. FC Stern Marienfelde "An der Dorfkirche"
Der Minigolfplatz des Tempelhofer Miniaturgolf Vereins 65 am Hanielweg
Die Tennisanlage in der Meßmerstraße
Die viel gelobte Skateranlage am Freizeitpark
Die Bäder "Atlantis" und "Bewegungsbad Marienfelde"
Die Fitness-Studios ....
Und noch immer gibt es Landwirte im Ort. Im Süden an der Stadtgrenze werden noch immer Felder durch den Bauern Wiese bestellt. Der in ganz Berlin bekannte Bauer Lehmann hat seine Äcker an die Neubauviertel verloren und betreibt seit vielen Jahren ein Geschäft, in dem die Produkte aus der Region frisch erhältlich sind. Und viele Veranstaltungen finden, oft in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, auf seinem Hof und dem Dorfanger statt.
Eher traurige Berühmtheit hat Marienfelde durch eine andere Einrichtung des Bundes erlangt: dem Notaufnahmelager Marienfelde. Hier haben viele Flüchtlinge aus der DDR und Übersiedler aus Osteuropa ihre erste Eingewöhnung an das Leben in der Bundesrepublik durchlebt. Unter meist recht beengten Verhältnissen. Dies dokomentiert die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde..
Marienfelde, das war und ist auch viel Verkehr. Schon lange wird der Ortsteil durch die Dresdener Bahn zerschnitten. Seine östlichen Teile sind dadurch vom Hauptteil des Ortes aus nur umständlich zu erreichen.
Der Straßenverkehr war immer schon heftig. Er ist nach der Wiedervereinigung zu einer zunehmenden Belastung geworden. Der starke LKW-Verkehr zwischen den Gewerbegebieten im Südosten Berlins und der Autobahn A 10 bringt manchen Stau mit sich. Auch der Busverkehr trägt seinen Teil zum Problem bei. Jedenfalls ist das Kreuzungssystem im Süden von Marienfelde zeitweise sehr stark belastet.
In Marienfelde bietet die S-Bahn von 3 Stationen aus schnelle Verbindungen zum Bahnhof Berlin-Südkreuz und in die Mitte der Stadt.
In Marienfelde lebt vor allem "Otto Normalverbraucher", teils in den nördlichen Villenstraßen etwas gehobener. Richtige Prominenz war und ist selten, gibt es aber auch.
Als historische Personen sind zu nennen:
Adolf Kiepert, Besitzer des Rittergutes Marienfelde seit 1844
Der Geograph Heinrich Kiepert
Der ehemalige Bundespräsident Heinrich Lübke wohnte im Haus Emilienstraße 16
Bruno Möhring, ein bekannter Architekt
Es gibt nicht sehr viele Bücher über Marienfelde. Interessante Beschreibungen aus neuerer Zeit sind:
Hans-Werner Fabarius, 100 Jahre Berlin-Marienfelde in 333 Bildern, herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde 2006
Hans-Werner Fabarius, Marienfelde - Vom Dorf zum Stadtteil Berlins, herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde 2001
Absolut Lesenswertes:
Marienfelde vom Dorf zum Stadtteil Berlins, von H.-W. Fabarius, erhältlich im ev. Pfarrhaus Nähe Dorfkirche oder bei Bauer Lehmann.