Man muss das Unmögliche versuchen um
das Mögliche zu erreichen. Hermann Hesse
Berlin Marienfelde - das Nahversorgungs-Problem
Frühjahr 2007: Zusammenbruch der Nahversorgung: Ein enormes Problem
Rund die Hälfte der etwa 30.000 Marienfelder Einwohner ist betroffen: Das gesamte Gebiet vom S-Bahnhof Marienfelde nach Süden entlang der Bahn bis zur Säntisstraße, nach Osten bis etwa zur Dorfkirche, dann in einer gedachten Linie aufwärts bis zum südlichen Ende der Beyrodtstraße, weiter nach Norden bis zum oberen Ende der Friedrichsrodaer Straße, und wieder zum S-Bahnhof Marienfelde.
Kurz, damit ist die fußläufige Vollversorgung für ungefähr 7.000 Haushalte gefährdet, besonders für...
wie viele hundert ältere Bürger im Kiez?
wie viele tausend Familien, die keinen Zweitwagen haben?
wie viele, die behindert sind?
wie viele, die auch mal krank sind?
und dann noch für die ganz, ganz große Zahl jener Bürger, für die das Einkaufen ein unverzichtbarer sozialer Aspekt ist gegen Alltags-Allerlei und Einsamkeit. Ansonsten findet man diese Bürger zusätzlich in den Wartezimmern wieder oder als vermeidbare Zusatz- Belastung der Pflegeversicherung.
Wenn Politiker oder Standortplaner der Supermärkte zu Hause ein Kind mit über 40 Grad Fieber hätten, würden sie es dann klaglos über eine Stunde allein lassen, um ohne verfügbares Auto etwas Notwendiges für das Kind zu kaufen?